Banner
Navigation
loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Preußische G 2

Deutschland 1888 45 gebaut
G 2 ehemals Berlin-Hamburger Eisenbahn-Gesellschaft Die Lokomotive, Oktober 1915

Als G 2 bezeichneten die Preußischen Staatsbahnen verschiedene Güterzugloks der Achsfolge B1, die noch von ihren Vorgängerbahnen beschafft worden waren. Einige ebenfalls als G 2 bezeichnete waren eigentlich der G 3 zuzuordnen und hatten die Achsfolge C, jedoch lag die Vergabe der Gattungsbezeichnungen teilweise in der Hand der regionalen Verwaltungen. Die ersten Loks dieser Gattung wurden ab 1888 von der Schleswig-Holsteinischen Marschbahn beschafft und basierten auf einer älteren Bauart von 1866. Auf Grund der Anordnung des Fahrwerks war die mittlere Achse angetrieben und die vordere gekuppelt, was ihnen durch die Konstellation der Treib- und Kuppelstangen die Bezeichnung „Scherenlokomotive” einbrachte.

Mit einem Raddurchmesser von mehr als 1.500 mm waren die Maschinen schneller als übliche Güterzugloks, weshalb sie auch teilweise vor Personenzügen zum Einsatz kamen. Durch die kleineren Räder der Nachlaufachse ergab sich der Vorteil, dass die Feuerbüchse genug Platz hatte und das Führerhaus geräumiger gestaltet werden konnte. Zudem kam das Personal in den Genuss einer größeren Laufruhe, da man sich ein Stück von den Kuppelachsen entfernt befand.

Nach der Übernahme der Marschbahn durch die Staatsbahnen erstellte man aus diesen Lokomotiven die Pläne für eine Normalbauart, welche in der Folge auch von diversen Direktionen in Preußen bestellt worden ist. Ein Nachteil der weit nach hinten verlegten Schleppachse war, dass diese nun ein Gewicht von 15 Tonnen trug, während die Kuppelachsen zusammen nur 22 Tonnen trugen.

Die Produktion wurde nach insgesamt 45 Maschinen eingestellt, da diese bald nicht mehr ausreichend waren für Güterzüge. Da die Loks wie bereits erwähnt auch vor Personenzügen zum Einsatz kamen, wurden 1905 bei der Vereinheitlichung der Bezeichnungen auch einige von ihnen zur P 2 oder P 3. Dafür wurden andere Loks als G 2 bezeichnet, die eigentlich eine G 3 gewesen wären. Bei der Reichsbahn erhielten die Maschinen keine neue Nummern mehr, da alle von ihnen bereits bis 1923 ausgemustert waren.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Berlin-Hamburger Normalbauart
Baujahre 1888-1901
Hersteller Borsig
Achsformel B1 n2
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Berlin-Hamburger Normalbauart
Radstand 4,71 m 4,47 m
Leermasse 32,6 t 33,6 t
Dienstmasse 36 t 37,2 t
Reibungsmasse 30,1 t 22,2 t
Feste Radstände 2,00 m 1,95 m
Achslast 15,1 t 15 t
Wasservorrat 10.000 l 10.500 l
Brennstoffvorrat 5 t (Kohle) 4 t (Kohle)
Länge 14,21 m
Gesamtmasse 59,4 t

Kessel

Eigenschaft Berlin-Hamburger Normalbauart
Rostfläche 1,87 m²
Feuerbüchse 6,8 m²
Rohrheizfläche 96,43 m²
Verdampfungsheizfläche 103,23 m²
Gesamtheizfläche 103,2 m²

Triebwerk

Eigenschaft Berlin-Hamburger Normalbauart
Raddurchmesser 1.516 mm 1.580 mm
Kesseldruck 10 bar 12 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 432 x 610 mm zwei, 420 x 600 mm

Leistung

Eigenschaft Berlin-Hamburger Normalbauart
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 350 kW (476 PS)
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h 65 km/h
Zugkraft 63,8 kN 68,3 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Berlin-Hamburger Normalbauart
Adhäsionskoeffizient 1 : 4,63 1 : 3,19
Optimale Geschwindigkeit 34 km/h 31 km/h
Leistungsgewicht 9,7 kW/t 9,4 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 137,2 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.303,07 1 : 1.211,49
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,20 1 : 1,68
Zugkraft/Heizfläche 1 : 12,91 1 : 13,82
Rostfläche/Heizfläche 1 : 55,20
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 14,18
Switch to English

Einstellungen

Ihre Einstellungen werden nur für diese Browser-Sitzung gespeichert.

Einwilligung zur Verwendung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihre Anzeigeeinstellungen zu speichern. Wenn Sie ablehnen, werden die Einstellungen nur für die aktuelle Browser-Sitzung vorgehalten.