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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Alstom Coradia Continental

Deutschland 2008 218+ gebaut
440 608 von Agilis als RB51 Plattling-Neumarkt Steffen Werzinger

Das zweite Serienfahrzeug aus der LIREX-Familie ist der Coradia Continental, der direkt aus dem Coradia Nordic entwickelt wurde und für den Einsatz in Mitteleuropa vorgesehen ist. Wie der Vorgänger, werden auch diese Züge in Salzgitter in den ehemaligen Werken von Linke-Hoffmann-Busch gebaut. Optisch sind diese Züge an den geraden Seitenwänden zu erkennen, welche auf Grund des schmaleren Lichtraumprofils in Mitteleuropa im Vergleich zu Schweden nötig waren. Die Endwagen waren anfangs in zwei unterschiedlichen Längen verfügbar, wobei die längere Ausführung über eine zusätzliche Knautschzone verfügte. Diese ursprüngliche Kopfform brachte den Zügen den Spitznamen „Mopsgesicht” ein. Seit Inkrafttreten der neuen Crashnormen wird eine Kopfform in anderem Design gefertigt und die Züge seitdem zur Unterscheidung als Baureihe 1440 geführt.

Wie bei den Vorgängern, befindet sich fast die komplette Antriebstechnik bis auf die Fahrmotoren auf dem Dach. Während auf den Endwagen die Transformatoren und Stromrichter zu finden sind, befinden sich auf den Zwischenwagen die Stromabnehmer und diverse Hilfsaggregate. Verfügbar sind drei-, vier- und fünfteilige Züge, bei denen drei oder vier Drehgestelle mit jeweils 250 kW Dauerleistung pro Achse angetrieben sind. Bei den vierteiligen Baureihen 440.0 und 440.1 sind vier von fünf Drehgestellen angetrieben und bei der fünfteiligen 440.2 sind vier von sechs Drehgestellen angetrieben. Als Dreiteiler sind die Baureihen 440.3 und 440.4 verfügbar, bei denen von vier Drehgestellen jeweils drei und alle angetrieben sind. Gleiches gilt für die Varianten der Baureihe 1440, außer dass es keine 1440.4 gibt.

Wie bei vielen modernen Neuanschaffungen, gab es in der Anfangsphase viele Kinderkrankheiten, Softwareprobleme und Lieferverzögerungen. Noch bis 2017 fiel der Coradia Continental durch übermäßig hohe Verschleißerscheinungen auf, die die Fahrmotoren und Radsätze betrafen. Bis Mitte 2020 waren insgesamt 380 Züge bestellt, die meisten davon von DB Regio. Dort werden sie in den S-Bahn-Netzen von Rhein-Ruhr, Nürnberg und im Breisgau eingesetzt, sowie in diversen anderen Regionen als Regionalexpress oder Regionalbahn. Andere Betreiber sind die NordWestBahn, agilis, Metronom, der Verkehrsverbund Mittelsachsen und die Hessische Landesbahn.

Baureihe 1440.0 der Linie S4 der S-Bahn Nürnberg im Juli 2020 Zug Videos Bilder / CC BY-SA 4.0

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft 440.0 und 440.1 440.2 440.3 440.4
Baujahre seit 2008
Hersteller Alstom
Achsformel Bo'Bo'2'Bo'Bo' Bo'Bo'2'2'Bo'Bo' Bo'2'Bo'Bo' Bo'Bo'Bo'Bo'
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft 440.0 und 440.1 440.2 440.3 440.4
Länge 70,90 m 87,30 m 54,50 m 57,80 m
Leermasse 140 t 168 t 112 t 119 t
Dienstmasse 176 t 137 t 144 t
Feste Radstände 2,70 m

Leistung

Eigenschaft 440.0 und 440.1 440.2 440.3 440.4
Energiequelle Elektro - Wechselstrom
Stundenleistung 2.880 kW (3.916 PS) 2.160 kW (2.937 PS) 2.880 kW (3.916 PS)
Dauerleistung 2.000 kW (2.719 PS) 1.500 kW (2.039 PS) 2.000 kW (2.719 PS)
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Berechnete Werte

Eigenschaft 440.0 und 440.1 440.2 440.3 440.4
Leistungsgewicht 16,4 kW/t 15,8 kW/t 20,0 kW/t
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