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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Preußische T 141

Deutsche Reichsbahn Baureihe 935-12

Deutschland 1918 768 gebaut
93 855 im Mai 1968 in Probstzella Karl-Friedrich Seitz

Die T 141 wurde aus der T 14 entwickelt, um die größten Schwachstellen dieser im Grundsatz gut gelungenen Tenderlokomotive auszumerzen. Sie wurde in größeren Stückzahlen gebaut als ihre Vorgängerin und nach der Gründung der Reichsbahn auch von den in Preußen liegenden Direktionen weiter beschafft. Außerdem stellten die Württembergischen Staats-Eisenbahnen eine größere Anzahl dieser Maschinen als T 14 in Dienst, um im Ersten Weltkrieg verlorengegangene Lokomotiven zu ersetzen. Ihre Leistung reichte aus, um in der Ebene 700 Tonnen mit der Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h zu ziehen. Auf einer Steigung von zehn Promille konnten noch 530 Tonnen mit 30 km/h gezogen werden.

Als größter Kritikpunkt an der T 14 galt die hohe Achslast der Vorlaufachse, auf Grund derer man nun die Last weiter nach hinten verteilen wollte. Da man auch die Reichweite als verbesserungswürdig ansah, vergrößerte man die Vorräte. Durch einige zusätzliche Tonnen an Gewicht hinter dem Führerhaus erreichte man jedoch den gegenteiligen Effekt, da nun 19,1 Tonnen auf der hinteren Laufachse lasteten. Da dies für den Betrieb auf Nebenstrecken nicht vertretbar war, nutzte man im Betrieb den Wasserkasten unterhalb des Kohlekastens nicht und konnte die Achslast damit auf 17,4 Tonnen reduzieren.

Die Produktion begann im Jahr 1918 direkt mit der Einstellung der Produktion der T 14, jedoch wurden weitere Exemplare auch bei neun weiteren Herstellern gefertigt. Inklusive der 39 württembergischen Maschinen entstanden 768 Exemplare, bis die Fertigung 1924 eingestellt wurde. Schon kurz darauf folgte die Umzeichnung, bei der alle Maschinen einen einheitlichen Nummernkreis von 93 501 bis 93 1261 bekamen. Im Dienst bei den beiden deutschen Staaten der Nachkriegszeit bekamen die Loks auf beiden Seiten noch EDV-taugliche Nummern, jedoch musterte sie die Bundesbahn noch im selben Jahr aus, also 1968. Bei der Reichsbahn wurden die letzten Exemplare noch weitere vier Jahre eingesetzt.

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1918-1924
Hersteller
Union Königsberg, Hohenzollern, Esslingen, Hanomag, Henschel, BMAG, Schichau, Rheinmetall, Krupp, Wolf
Achsformel
1'D1' h2t
Spurweite
1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Länge
14,50 m
Radstand
9,30 m
Gesamtradstand
4,50 m
Leermasse
79 t
Dienstmasse
104 t
Reibungsmasse
71 t
Achslast
19,1 t
Wasservorrat
14.000 l
Brennstoffvorrat
4,5 t (Kohle)

Kessel

Rostfläche
2,49 m²
Feuerbüchse
13,89 m²
Rohrheizfläche
115,12 m²
Verdampfungsheizfläche
129,01 m²
Überhitzerfläche
50,28 m²
Gesamtheizfläche
179,3 m²

Triebwerk

Raddurchmesser
1.350 mm
Kesseldruck
12 bar
Bauart
einfache Dampfdehnung
Zylinder
zwei, 600 x 660 mm

Leistung

Energiequelle
Dampf
Indizierte Leistung
736 kW (1.001 PS)
Höchstgeschwindigkeit
65 km/h
Zugkraft
179,5 kN

Berechnete Werte

Adhäsionskoeffizient
1 : 3,88
Optimale Geschwindigkeit
26 km/h
Leistungsgewicht
7,1 kW/t
Heizflächen-Äquivalent
299,0 m²
Zylindervolumen/HFÄ
1 : 1.248,15
Reibungsmasse/Gesamt
1 : 1,46
Zugkraft/Heizfläche
1 : 20,91
Rostfläche/Heizfläche
1 : 72,00
Feuerbüchse/Rohrheizfläche
1 : 8,29
Gesamt/Überhitzer
1 : 2,57
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