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loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Preußische T 7

Deutsche Reichsbahn Baureihen 8964 und 8978

Deutschland 1881 408 gebaut
Ausführung von Hohenzollern Die Lokomotive, Juni 1924

Die T 7 wurde entwickelt, um eine kleine Tenderlok für den schweren Verschiebedienst und den Einsatz vor Güterzügen auf kurzen Nebenstrecken zu erhalten, die leistungsmäßig etwas oberhalb der T 3 angesiedelt ist. Ab 1881 wurden in einem Zeitraum von 22 Jahren über 400 Maschinen gebaut, von denen mehr als jede zehnte an eine Privatbahn geliefert wurde und der Rest an die Preußischen Staatsbahnen.

Im Grundsatz hatten diese die gleiche Auslegung wie die T 3, also drei gekuppelte Achsen, keine Laufachsen, eine allgemein einfache Konstruktion und ein Zweizylinder-Nassdampftriebwerk mit außenliegender Allan-Steuerung. Insgesamt war die T 7 jedoch größer ausgeführt, mit einem um über zehn Tonnen gestiegenen Dienstgewicht, größeren Zylindern und einem größeren Raddurchmesser. Entsprechend der höheren Leistung wurden auch die Vorräte erweitert.

Die Beschaffungen der Staatsbahnen waren 1893 abgeschlossen, als 371 Maschinen ausgeliefert worden waren. Die Zahl der Exemplare, die bis 1903 insgesamt an diverse Privatbahnen gingen lag je nach Quelle zwischen 37 und 65. Zu den privaten Betreibern gehörten Klein-, Industrie- und Hafenbahnen.

Von 137 im Umzeichnungsplan von 1923 enthaltenen Loks übernahm man tatsächlich noch 68 Stück, welche von der Reichsbahn die Nummern 89 7801 bis 89 7869 bekamen. Fast alle dieser Maschinen wurden in den dreißiger Jahren ausgemustert oder weiterverkauft. Das letzte eingesetzte Exemplar war die von der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft zwischen Arnstadt und Ichtershausen in Thüringen eingesetzte SEG 372, die 1949 von der Reichsbahn der DDR übernommen worden war. Sie blieb bis 1967 als 89 6401 im Einsatz.

„Ruhrtype”, gebaut von Hanomag Die Lokomotive, September 1921
Die ehemalige TKh2-12 der PKP steht heute in ursprünglicher KPEV-Lackierung als „Breslau 1836” im Museum in Jaworzyna Slaska Hugh Llewelyn / CC BY-SA 2.0

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Ruhrtype Hanomag
Baujahre 1881-1903
Hersteller Borsig, Hanomag, Hohenzollern, Union Königsberg
Achsformel C n2t
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Ruhrtype Hanomag
Länge 9,56 m 9,57 m
Radstand 3,70 m
Leermasse 31 t 34,3 t
Dienstmasse 41,9 t 44,7 t
Reibungsmasse 41,9 t 44,7 t
Feste Radstände 3,70 m
Achslast 14,9 t
Wasservorrat 5.000 l 5.500 l
Brennstoffvorrat 1,5 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft Ruhrtype Hanomag
Rostfläche 1,32 m² 1,4 m²
Feuerbüchse 6,12 m² 5,9 m²
Rohrheizfläche 90,06 m² 82,3 m²
Verdampfungsheizfläche 96,18 m² 88,2 m²
Gesamtheizfläche 96,2 m² 88,2 m²

Triebwerk

Eigenschaft Ruhrtype Hanomag
Raddurchmesser 1.350 mm 1.340 mm
Kesseldruck 10 bar 12 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 430 x 630 mm

Leistung

Eigenschaft Ruhrtype Hanomag
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 250 kW (340 PS)
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h
Zugkraft 73,3 kN 88,7 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Ruhrtype Hanomag
Adhäsionskoeffizient 1 : 5,61 1 : 4,95
Optimale Geschwindigkeit 21 km/h 18 km/h
Leistungsgewicht 6,0 kW/t 5,6 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 126,8 m² 117,7 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.443,27 1 : 1.554,61
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,00
Zugkraft/Heizfläche 1 : 15,93 1 : 21,00
Rostfläche/Heizfläche 1 : 72,86 1 : 63,00
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 14,72 1 : 13,95
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