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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Union Pacific Klasse 9000

USA 1926 88 gebaut
Nr. 9000 im März 1955 in North Platte, Nebraska Arthur Stensvad / Sammlung Taylor Rush

Da in den Zwanzigern die gelenkigen Güterzuglokomotiven noch nicht die gleichen Geschwindigkeiten wie fünffach gekuppelte erreichten, ließ die Union Pacific die Klasse 9000 mit sechs Kuppelachsen in einem Rahmen entwickeln. Die einzigartige Achsfolge mit einem zweiachsigen Vorlaufdrehgestell, sechs Kuppelachsen und einer Nachlaufachse wurde von der UP „Union Pacific” genannt. Der Prototyp von 1926 erhielt offiziell die Klassenbezeichnung UP-1, während weitere Serien als UP-2 bis UP-5 bezeichnet wurden.

Nur die vierte Kuppelachse hatte keine Spurkränze, dafür konnten die erste und sechste um zwei Zoll seitlich verschoben werden. Um den Dampf des großen Kessels nutzen zu können, wurden drei Zylinder verbaut. Der mittlere lag schräg nach oben versetzt und wurde über eine Gresley-Steuerung von den äußeren Zylindern gesteuert.

Neben der UP erhielten auch zwei Tochtergesellschaften weitere Loks dieses Typs, so dass die Gesamtzahl letztlich 88 erreichte. Dies waren acht bei der Oregon–Washington Railroad and Navigation und 15 bei der Oregon Short Line Railroad. Obwohl sie nur für Geschwindigkeiten von 35 mph (56 km/h) vorgesehen waren, erreichten sie mit Güterzügen häufig 45 bis 50 mph und konnten bei guter Laufruhe problemlos 60 mph (97 km/h) erreichen.

Ihr Einsatzgebiet konzentrierte sich auf Nebraska, wo sie die Geschwindigkeit der Güterzüge im Flachland erhöhten. Es zeigte sich jedoch, dass die Gleitlager der Gresley-Steuerung einen hohen Verschleiß hatten. Nur bei acht der ältesten Loks wurde diese gegen eine Walschaerts-Steuerung ersetzt und bei den ab 1928 gebauten Maschinen erhielt die Gresley-Steuerung Rollenlager.

Im Zweiten Weltkrieg mussten sie hart arbeiten und wurden nicht mehr ausreichend gewartet. Dies hatte zur Folge, dass einige bereits während des Kriegs stillgelegt wurden. Zwischen 1953 und 1956 erfolgte die Ausmusterung der gesamten Klasse. Die einzig erhaltene Lok ist der Prototyp mit der Nummer 9000. Sie ist nicht betriebsfähig und gehört der Railway & Locomotive Historical Society in Pomona, Kalifornien.

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1926-1930
Hersteller
ALCO
Achsformel
2'F1' h3v
Spurweite
1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Länge
31,80 m
Radstand
15,95 m
Gesamtradstand
27,89 m
Dienstmasse
225,2 t
Reibungsmasse
160,6 t
Gesamtmasse
366,1 t
Feste Radstände
9,35 m
Achslast
27,2 t
Wasservorrat
68.137 l
Brennstoffvorrat
20 t (Kohle)

Kessel

Rostfläche
10,057 m²
Feuerbüchse
54,906 m²
Rohrheizfläche
488,856 m²
Verdampfungsheizfläche
543,762 m²
Überhitzerfläche
237,832 m²
Gesamtheizfläche
781,6 m²

Triebwerk

Raddurchmesser
1.702 mm
Kesseldruck
15,2 bar
Bauart
einfache Dampfdehnung
Zylinder
drei, 686 x 813 mm

Leistung

Energiequelle
Dampf
Indizierte Leistung
3.665 kW (4.983 PS)
Höchstgeschwindigkeit
97 km/h
Zugkraft
434,4 kN

Berechnete Werte

Adhäsionskoeffizient
1 : 3,63
Optimale Geschwindigkeit
51 km/h
Leistungsgewicht
16,3 kW/t
Heizflächen-Äquivalent
1.294,0 m²
Zylindervolumen/HFÄ
1 : 696,10
Reibungsmasse/Gesamt
1 : 1,40
Zugkraft/Heizfläche
1 : 11,61
Rostfläche/Heizfläche
1 : 77,72
Feuerbüchse/Rohrheizfläche
1 : 8,90
Gesamt/Überhitzer
1 : 2,29
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