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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Midland & Great Northern Joint Klasse C

London & North Eastern Klassen D52 bis D54

Großbritannien 1894 40 gebaut
Nr. 55 nach dem Umbau auf einen größeren Kessel ohne Belpaire-Feuerbüchse Locomotive Magazine, Oktober 1908

Auf der 1893 eröffneten Midland & Great Northern Joint Railway wurden zunächst unterschiedliche Lokomotivtypen eingesetzt, die entweder von der Midland oder der Great Northern stammten. Zur Verstärkung dieser Loks im Einsatz mit Schnellzügen wurde 1894 von Samuel Waite Johnson von der Midland die Klasse C eingeführt. Sie ähnelte der Klasse 1808 der Midland Railway, hatte aber einen kleineren Tender und einen vorderen Sandkasten für die Rückwärtsfahrt auf Nebenstrecken.

Sharp, Stewart & Co. lieferte 1894 26 Maschinen und 1896 sieben weitere. Noch einmal sieben kamen 1899 von Beyer, Peacock & Co. und zehn wiederum fast baugleiche wurden 1900 als Klasse 2581 bei der Midland Railway eingeführt. Die Loks hatten einen Kuppelraddurchmesser von sechs Fuß und sechseinhalb Zoll (1.994 mm) und einen Kessel mit einem Durchmesser von vier fuß und vier Zoll, also 1,30 Meter.

In späteren Jahren erhielten viele Maschinen neue Kessel. Bei einigen war dies ein Kessel mit Belpaire-Feuerbüchse, der nicht deutlich größer war als der ursprüngliche. Diese Loks wurden später zur Unterscheidung als C/2 bezeichnet, während die ursprünglichen zur C/1 wurden. 1908 erhielten zwei Loks den Standardkessel des Typs H der Midland Railway, der deutlich größer war und eine runde Feuerbüchsdecke hatte. Eine größere Zahl erhielt zwischen 1909 und 1916 den Standardkessel des Typs G7, der eine Belpaire-Feuerbüchse und einen Durchmesser von vier Fuß und neun Zoll bzw. 1,45 Metern hatte. Diese wurden später als C/3 bezeichnet.

Weitere Umrüstungen, die von Lok zu Lok unterschiedlich waren, umfassten verschiedene Schornsteine, verlängerte Rauchkammern, ein Wechsel der Vakuum- gegen eine Westinghouse-Bremse und Führerhäuser mit besserem Wetterschutz. Im neuen Bezeichnungsschema der LNER von 1942 wurden die Unterklassen C/1, C/2 und C/3 zur D52, D53 und D54. Durch die fortschreitende Ausmusterung waren jedoch 1946, als die Loks tatsächlich umnummeriert werden sollten, alle verschwunden. Heute existiert nur noch ein einzelner Kessel, zu dem es Pläne gibt, daraus eine komplette Lok als Standmodell zu bauen.

Nr. 44 im Ursprungszustand Locomotive Magazine, Juli 1896

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft C/1 C/2 C/3
Baujahre 1894-1899
Hersteller Sharp, Stewart & Co., Beyer, Peacock & Co.
Achsformel 2'B n2
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft C/1 C/2 C/3
Länge 16,09 m
Radstand 13,21 m
Dienstmasse 43,6 t 45,1 t 50,7 t
Reibungsmasse 28,7 t 33,7 t
Gesamtmasse 76,9 t 78,3 t 84 t
Achslast 16,1 t 17,3 t
Wasservorrat 13.423 l
Brennstoffvorrat 3 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft C/1 C/2 C/3
Rostfläche 1,626 m² 1,951 m²
Feuerbüchse 10,219 m² 11,799 m²
Rohrheizfläche 89,93 m² 116,779 m²
Verdampfungsheizfläche 100,15 m² 128,578 m²
Gesamtheizfläche 100,2 m² 128,6 m²

Triebwerk

Eigenschaft C/1 C/2 C/3
Raddurchmesser 1.994 mm
Kesseldruck 11 bar 12,1 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 470 x 660 mm

Leistung

Eigenschaft C/1 C/2 C/3
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 410 kW (557 PS) 429 kW (583 PS) 559 kW (760 PS)
Zugkraft 68,6 kN 75,0 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft C/1 C/2 C/3
Adhäsionskoeffizient 1 : 4,11 1 : 4,41
Optimale Geschwindigkeit 37 km/h 39 km/h 45 km/h
Leistungsgewicht 9,4 kW/t 9,5 kW/t 11,0 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 151,2 m² 187,6 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 1.514,47 1 : 1.221,15
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,52 1 : 1,50
Zugkraft/Heizfläche 1 : 14,30 1 : 12,18
Rostfläche/Heizfläche 1 : 61,59 1 : 65,90
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 8,80 1 : 9,90
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