Japanese Government Railways Klasse C12
North China Transportation Co. PureA-Klasse, China Railway Klasse PL51, Taiwanesische Staatsbahn Klasse CK120, Vietnamesische Staatsbahn Klasse 131 und Indonesische Staatsbahn Klasse C32
Die C12 war eine Klasse von 1'C1'-Tenderlokomotiven, die für den gemischten Dienst auf Nebenstrecken mit geringer Achslast entwickelt wurde. Sie entstand Anfang der 1930er Jahre unter der Leitung von Hideo Shima gemeinsam mit der Schlepptenderlokomotive der Baureihe C56 (1'C). Dementsprechend besaßen beide Klassen identische Zylinder- und Kuppelradabmessungen, während sich auch die Kessel nur in Details unterschieden. Ab der C12 38 erhielten alle Lokomotiven Rohre in der Feuerbüchse, wodurch sich die direkte Heizfläche von 7,4 auf 8,3 Quadratmeter vergrößerte. Nachdem die Produktion 1943 eingestellt worden war, fertigte Nippon Sharyō im Jahr 1947 noch die letzten 18 Exemplare, außerdem existierten zu diesem Zeitpunkt noch 42 unvollendete Lokomotiven. Insgesamt wurden 282 Maschinen fertiggestellt. In Japan wurden die letzten Exemplare 1975 ausgemustert. Mindestens 26 sind bis heute erhalten geblieben; darunter ist C12 66 die letzte betriebsfähige Lokomotive.
In den Jahren 1938 und 1939 wurden 60 Lokomotiven auf Meterspur umgebaut und für die North China Transportation Company bestimmt, wo sie als „PureA“ bezeichnet wurden. Später führte die China Railway sie als Baureihe PL51. Nachdem die von ihnen befahrene Strecke auf Normalspur umgebaut worden war, gelangten 1956 sämtliche Lokomotiven nach Vietnam und wurden dort als Klasse 131 eingereiht. Eine Lokomotive ist erhalten geblieben, eine weitere soll im Jahr 2002 noch bei einem privaten Betreiber im Verkehr zwischen einem Bergwerk und einem Stahlwerk eingesetzt worden sein. Sieben weitere Lokomotiven wurden direkt für die Taiwan Railways neu gebaut und dort als Klasse CK120 bezeichnet. 1943 entschied die japanische Armee außerdem, zwei Exemplare nach Indonesien zu entsenden. Dort erhielten sie die Bezeichnung C32 und wurden bis in die 1980er Jahre als Rangierlokomotiven eingesetzt.
Technische Daten
Allgemein
- Baujahre
- 1932-1943, 1947
- Hersteller
- Kawasaki, Kisha Seizō, Nippon Sharyō, Hitachi, Mitsubishi
- Achsformel
- 1'C1' h2t
- Spurweite
- 1.067 mm (Kapspur)
Abmessungen und Gewichte
- Länge
- 11,35 m
- Dienstmasse
- 50,1 t
- Reibungsmasse
- 32 t
- Achslast
- 10,9 t
- Wasservorrat
- 5.500 l
- Brennstoffvorrat
- 1,5 t (Kohle)
Kessel
- Rostfläche
- 1,3 m²
- Feuerbüchse
- 7,4 m²
- Rohrheizfläche
- 46,1 m²
- Verdampfungsheizfläche
- 53,5 m²
- Überhitzerfläche
- 19,8 m²
- Gesamtheizfläche
- 73,3 m²
Triebwerk
- Raddurchmesser
- 1.400 mm
- Kesseldruck
- 14 bar
- Bauart
- einfache Dampfdehnung
- Zylinder
- zwei, 400 x 610 mm
Leistung
- Energiequelle
- Dampf
- Indizierte Leistung
- 371 kW (504 PS)
- Zugkraft
- 83,0 kN
Berechnete Werte
- Adhäsionskoeffizient
- 1 : 3,78
- Optimale Geschwindigkeit
- 27 km/h
- Leistungsgewicht
- 7,4 kW/t
- Heizflächen-Äquivalent
- 130,1 m²
- Zylindervolumen/HFÄ
- 1 : 1.178,40
- Reibungsmasse/Gesamt
- 1 : 1,56
- Zugkraft/Heizfläche
- 1 : 23,64
- Rostfläche/Heizfläche
- 1 : 56,38
- Feuerbüchse/Rohrheizfläche
- 1 : 6,23
- Gesamt/Überhitzer
- 1 : 2,70