Der Budd Rail Diesel Car, meist nur RDC genannt, war ein früher Dieseltriebwagen, der für ländliche Strecken mit geringer Fahrgastdichte und für einen flexiblen Pendlerverkehr entwickelt worden war. Wie in anderen Ländern auch wurde er gebaut, um kostengünstiger als kurze lokbespannte Züge betrieben werden zu können. Jeder Wagen hatte zwei Führerstände und konnte selbstständig fahren, aber mehrere Wagen konnten miteinander gekuppelt und von einer einzigen Person bedient werden.
Budd nahm einen herkömmlichen 85-Fuß-Wagen und baute zwei Sechszylinder-Dieselmotoren ein. Diese gehörten zur Detroit Diesel 110-Familie und leisteten jeweils 275 PS. Jeder Motor übertrug seine Kraft über ein hydraulisches Getriebe auf die Innenachse jedes Drehgestells. Es gab auch die Variante RDC-9 als Mittelwagen, die keine Führerstände und nur einen Motor mit 300 PS hatte.
Die meisten RDC wurden im Nordosten der USA eingesetzt, aber es gab auch andere Betreiber in Nordamerika sowie in Südamerika, Asien und Australien. In den USA wurden die meisten in den achtziger Jahren ausgemustert. In anderen Ländern war ihre Karriere länger. So setzt beispielsweise die kanadische Via sie noch heute ein.