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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

British Rail Standardklasse 7MT „Britannia”

Großbritannien 1951 55 gebaut
Nr. 70013 „Oliver Cromwell” im Juni 2013 im Bahnhof Leicester North Jim CC BY 2.0

Der erste Standardentwurf der British Railways war eine Pacific, die offiziell für den gemischten Dienst vorgesehen war. Sie wurde in die Leistungsklasse 7MT eingestuft und verfügte über Kuppelräder von 1.880 mm (6 Fuß und 2 Zoll), um Geschwindigkeiten von bis zu 145 km/h (90 mph) zu erreichen, aber auch genug Zugkraft für gelegentliche Güterzüge zu haben. In Wirklichkeit zog sie fast immer Schnellzüge.

Sie nutzte die Erfahrungen aus dem Lokomotivaustausch zwischen den vier großen Bahngesellschaften von 1948 und hatte das Ziel, die Betriebseffizienz zu erhöhen und die Wartungskosten zu senken. Um den Aufwand für die tägliche Wartung zu verringern, erhielt sie einen Schüttelrost, eine selbstreinigende Rauchkammer und erhöhte Umläufe, um den Zugang zu allen Teilen zu erleichtern. Um den Einsatz auf mehr Strecken zu ermöglichen, sollte eine etwas geringere Achslast erreicht werden.

Wie üblich übernahm dieser Standardentwurf viele Merkmale von den LMS-Lokomotiven. Einige Komponenten wie der Kessel und das Nachlaufdrehgestell wurden jedoch auch von den Bulleid-Pacifics der Southern Railway übernommen. Sie hatte nur zwei außen liegende Zylinder, die etwas geneigt waren, um größere Zylinder in das britische Lichtraumprofil einzupassen. Zwischen 1951 und 1954 wurden insgesamt 55 Lokomotiven in drei Serien gebaut, wobei von Serie zu Serie einige Verbesserungen vorgenommen wurden. Nachdem die erste Lokomotive, Nr. 70000, auf den Namen „Britannia“ getauft worden war, erhielten die weiteren Lokomotiven die Namen berühmter Briten, ausgemusterter Lokomotiven der GWR Star class und schottischer Firths (Meeresarme).

Zu Beginn hatte die Klasse einige Kinderkrankheiten, die dazu führten, dass die ersten 25 Lokomotiven vorübergehend aus dem Verkehr gezogen wurden. Nachdem die Probleme behoben waren, wurden die Lokomotiven im Allgemeinen von den Besatzungen gut angenommen. Nur das Personal im ehemaligen GWR-Gebiet mochte sie nicht, weil sie die Führerposition auf der linken Seite hatten. Die Ausmusterung der Klasse erfolgte zwischen 1965 und 1968. Heute sind Nr. 70000 „Britannia“ und Nr. 70013 „Oliver Cromwell“ erhalten. Während 70000 derzeit betriebsfähig und für die Hauptstrecke zugelassen ist, wird 70013 seit 2018 überholt.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Tender BR1 Tender BR1D
Baujahre 1951-1954
Hersteller Crewe
Achsformel 2'C1' h2
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Tender BR1 Tender BR1D
Länge 20,96 m
Radstand 10,90 m
Dienstmasse 95,5 t
Reibungsmasse 62,5 t
Gesamtmasse 145,4 t 149,7 t
Feste Radstände 4,27 m
Achslast 20,6 t
Wasservorrat 19.321 l 22.731 l
Brennstoffvorrat 7,1 t (Kohle) 9,1 t (Kohle)

Kessel

Eigenschaft Tender BR1 Tender BR1D
Rostfläche 3,902 m²
Feuerbüchse 19,51 m²
Rohrheizfläche 229,935 m²
Verdampfungsheizfläche 249,445 m²
Überhitzerfläche 66,704 m²
Gesamtheizfläche 316,1 m²

Triebwerk

Eigenschaft Tender BR1 Tender BR1D
Raddurchmesser 1.880 mm
Kesseldruck 17,2 bar
Bauart einfache Dampfdehnung
Zylinder zwei, 508 x 711 mm

Leistung

Eigenschaft Tender BR1 Tender BR1D
Energiequelle Dampf
Geschätzte Leistung 2.013 kW (2.737 PS)
Zugkraft 143,1 kN

Berechnete Werte

Eigenschaft Tender BR1 Tender BR1D
Adhäsionskoeffizient 1 : 4,28
Optimale Geschwindigkeit 87 km/h
Leistungsgewicht 21,1 kW/t
Heizflächen-Äquivalent 480,4 m²
Zylindervolumen/HFÄ 1 : 600,11
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,53
Zugkraft/Heizfläche 1 : 9,45
Rostfläche/Heizfläche 1 : 81,02
Feuerbüchse/Rohrheizfläche 1 : 11,79
Gesamt/Überhitzer 1 : 3,74

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