Banner
Navigation
loco-info.com
Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Deutsche Bundesbahn ETA 150

Deutsche Bundesbahn Baureihe 515

Deutschland 1954 232 gebaut
515 577 ohne Steuerwagen im April 1979 in Jülich KlausMiniwolf CC BY-SA 4.0

Da sich die acht Prototypen der Baureihe ETA 176 bewährten, wurde ab 1954 deren Weiterentwicklung als ETA 150 in Serie gebaut. Äußerlich unterschieden sich die Serienfahrzeuge nicht nur anhand der überarbeiteten Stirnfronten vom ETA 176, sondern auch anhand ihrer konventionellen Puffer und Schraubenkupplung. Damit konnten auch herkömmliche Personen- oder Güterwagen mitgeführt werden, während die Vorgänger nur die eigens angefertigten Steuerwagen mitführen konnten.

Da der ETA 150 auch nur an einer Seite einen Führerstand aufwies, wurden zu den 232 Triebwagen auch 216 passende Steuerwagen gebaut. Sie waren mit jeweils 23,40 m kürzer als die Vorgänger und wurden mit verschiedenen Auslegungen des Fahrgastraums ausgeliefert, die eine unterschiedliche Anzahl an Sitzplätzen in der ersten und zweiten Klasse aufwiesen. Die Fahrmotoren leisteten nun je 150 statt 100 kW. Im Lauf der Produktion wurden immer größere Akkus eingebaut, die beim nach jeweils vier Jahren fälligen Wechsel gegen das jeweils größte verfügbare Modell ausgetauscht wurden. Die Reichweite lag je nach Strecke zwischen 250 und 400 km. Da das hohe Gewicht des Akkus zwischen den Drehgestellen hing, bogen sich die Wagenkästen mit der Zeit durch, was zum Spitznamen „Hängebauchschwein” führte.

Die in nennenswerter Zahl eingesetzten Fahrzeuge erhielten mit der Zeit mehrere Spitznamen, von denen sich etwa „Heulboje” oder „Biene Maja” auf die Fahrgeräusche bezogen. Ansonsten wurden sie auch „Akkublitz”, „Säurekübel”, „Steckdosen-Intercity” und „Taschenlampen-Express” genannt. Sie wurden fast nur im Flachland eingesetzt, um die Akkus nicht zu schnell leer werden zu lassen. Ab 1968 wurden die Triebwagen zur Baureihe 515 und die Steuerwagen zur Baureihe 815 umgezeichnet. Ab den Achtzigern wurden sie vorwiegend gegen Dieseltriebwagen der Baureihe 628 ersetzt und bis 1995 komplett ausgemustert.

Technische Daten

Allgemein

Eigenschaft Erste Batterieserien Letzte Batterieserien
Baujahre 1954-1965
Hersteller mechanischer Teil: Wegmann, WMD Donauwörth, Rathgeber, O&K, MAN, elektrischer Teil: SSW
Achsformel Bo'2'
Spurweite 1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Eigenschaft Erste Batterieserien Letzte Batterieserien
Länge 23,40 m
Radstand 17,70 m
Dienstmasse 49 t 56 t
Reibungsmasse 26 t 30 t
Feste Radstände 2,50 m
Achslast 13 t 15 t

Leistung

Eigenschaft Erste Batterieserien Letzte Batterieserien
Energiequelle Elektro - Akku
Indizierte Leistung 300 kW (408 PS)
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h

Berechnete Werte

Eigenschaft Erste Batterieserien Letzte Batterieserien
Leistungsgewicht 6,1 kW/t 5,4 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt 1 : 1,88 1 : 1,87

Auf YouTube ansehen

Switch to English

Einstellungen

Ihre Einstellungen werden nur für diese Browser-Sitzung gespeichert.

Einwilligung zur Verwendung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihre Anzeigeeinstellungen zu speichern. Wenn Sie ablehnen, werden die Einstellungen nur für die aktuelle Browser-Sitzung vorgehalten.