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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Staatsspoorwegen Klasse 800

Indonesische Staatsbahn Klasse F10

Indonesien 1912 28 gebaut
Locomotive Magazine, November 1922

Die Staatsbahn von Niederländisch-Indien auf Java hatte die Herausforderung, schwere Lasten auf kapspurigen Bergstrecken mit einer maximalen Achslast von 9,5 Tonnen und Kurvenradien von bis zu 140 Metern zu bewegen. Sie hatten bereits 33 Mallet-Lokomotiven der Klasse CC10 mit der Achsfolge (1'C)C im Einsatz, die zwischen 1904 und 1910 von deutschen und niederländischen Herstellern gebaut worden waren. Einer der Nachteile der gelenkigen Konstruktion waren die flexiblen Dampfleitungen, die sehr wartungsintensiv waren und mit der Zeit undicht wurden. Daher schlug Hanomag eine Tenderlokomotive mit sechs gekoppelten Achsen in einem Rahmen vor.

Bei der daraufhin entwickelten Lok der Klasse F10 saßen die inneren vier Kuppelachsen alle fest im Rahmen. Lediglich die erste und sechste Kuppelachse waren nach System Gölsdorf um 30 mm seitlich verschiebbar gelagert und die Vor- und Nachlaufachse waren als Adamsachse um 100 mm seitlich auslenkbar. Die Wassertanks wurden auf eine neue Weise tief unten zwischen die Rahmenwangen gezogen. Nun konnte der Kessel ohne eine Anhebung des Schwerpunkts höher angeordnet werden, um die Zugänglichkeit für die Wartung zu verbessern.

16 wurden zwischen 1912 und 1915 von Hanomag gebaut, gefolgt von zehn Exemplaren von Werkspoor in den Jahren 1915 und 1917 und den letzten beiden von Hanomag im Jahr 1920. Die insgesamt 24 gebauten Exemplare waren der erste von nur zwei Typen mit der Achsformel 1'F1' in der Geschichte, weshalb diese Achsfolge auch als „Javanic” bekannt ist. Auf der Strecke, für die die Loks entwickelt worden waren, zeigte sich ein hoher Verschleiß an den Spurkränzen. Sie wurden daraufhin auf eine andere Bergstrecke verlegt, die größere Kurvenradien aufwies. Dort bewährten sie sich sehr gut. Heute sind sie bekannter unter der Baureihenbezeichnung F10, die jedoch erst 1942 von den Japanern vergeben wurde.

Risszeichnung mit Maßen Locomotive Magazine, August 1912

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1912-1920
Hersteller
Hanomag, Werkspoor
Achsformel
1'F1' h2t
Spurweite
1.067 mm (Kapspur)

Abmessungen und Gewichte

Radstand
13,08 m
Dienstmasse
74,6 t
Reibungsmasse
57 t
Feste Radstände
3,75 m
Achslast
9,5 t
Wasservorrat
8.500 l
Brennstoffvorrat
3 t (Kohle)

Kessel

Rostfläche
2,6 m²
Feuerbüchse
9,66 m²
Rohrheizfläche
121,84 m²
Verdampfungsheizfläche
131,5 m²
Überhitzerfläche
36 m²
Gesamtheizfläche
167,5 m²

Triebwerk

Raddurchmesser
1.102 mm
Kesseldruck
12 bar
Bauart
einfache Dampfdehnung
Zylinder
zwei, 540 x 510 mm

Leistung

Energiequelle
Dampf
Geschätzte Leistung
700 kW (952 PS)
Zugkraft
137,7 kN

Berechnete Werte

Adhäsionskoeffizient
1 : 4,06
Optimale Geschwindigkeit
31 km/h
Leistungsgewicht
9,4 kW/t
Heizflächen-Äquivalent
251,8 m²
Zylindervolumen/HFÄ
1 : 927,73
Reibungsmasse/Gesamt
1 : 1,31
Zugkraft/Heizfläche
1 : 17,16
Rostfläche/Heizfläche
1 : 64,42
Feuerbüchse/Rohrheizfläche
1 : 12,61
Gesamt/Überhitzer
1 : 3,65
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