Jung R 42 C
Auch die Arnold Jung Lokomotivfabrik bot in den Fünfzigern einige dieselhydraulische Rangierloks an, die auf den Wehrmachts-Diesellokomotiven basierten. Zur Verfügung standen Zweiachser mit 300 PS, Dreiachser mit 300, 400 und 440 PS und ein Vierachser mit 600 PS. Die Bezeichnung dieser Loks bestand jeweils aus einem R für „Rangierlok”, einer Zahl, die die ungefähre Leistung in PS in Zehnern angab und dem Buchstaben B, C oder D für die Achsfolge. Daneben gab es die RK 12 B und RK 20 B mit Kettenantrieb. Obwohl es sich um die ersten erfolgreichen Jung-Dieselloks der Nachkriegszeit handelte, bezeichnete der Hersteller diese Loks als „dritte Generation” in Hinblick auf die ehemaligen Modelle aus früherer Zeit.
Bei der R 42 C handelte es sich um die erfolgreichste Variante der Serie mit 29 Exemplaren. In Wirklichkeit hatte sie eine Leistung von 440 PS, die aus einem Achtzylinder-Reihenmotor von MAN kam. Dies war der gleiche Motor, der auch in den konkurrierenden Loks von Henschel und Krauss-Maffei mit 440 PS zum Einsatz kam. Die Bundeswehr war mit sieben Exemplaren der größte Abnehmer. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten fanden die Jung-Loks weniger Absatz bei Industriebetrieben und kamen dafür öfters bei Klein- und Kreisbahnen zum Einsatz.
Technische Daten
Allgemein
- Baujahre
- 1955-1962
- Hersteller
- Jung
- Achsformel
- C
- Spurweite
- 1.435 mm (Normalspur)
Abmessungen und Gewichte
- Länge
- 9,29 m
- Radstand
- 3,40 m
- Dienstmasse
- 45 t
- Reibungsmasse
- 45 t
- Feste Radstände
- 3,40 m
- Achslast
- 15 t
Triebwerk
- Motor
- MAN W 8 V 17,5/22 A
- Motortyp
- 8-Zyl. Diesel
Leistung
- Energiequelle
- dieselhydraulisch
- Indizierte Leistung
- 324 kW (441 PS)
- Höchstgeschwindigkeit
- 60 km/h
Berechnete Werte
- Leistungsgewicht
- 7,2 kW/t
- Reibungsmasse/Gesamt
- 1 : 1,00