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Das Nachschlagewerk für Loks und Triebwagen

Südliche Staatsbahn „Seraing”

Österreich-Ungarn 1851 1 gebaut
Locomotive Magazine, Juli 1948

Die „Seraing” war eine der vier Loks, die am Semmering-Wettbewerb teilnahmen. Ihr Name stammte von der belgischen Stadt, in der ihr Hersteller saß. Sie hatte zwei komplette Kessel, die sich in der Mitte an der Feuerbüchse trafen. Zwei Triebwerke befanden sich jeweils in einem Drehgestell. Damit nahm die Lok quasi schon die Bauart der Double Fairlie vorweg und soll grundsätzlich die Anforderungen erfüllt haben.

Das größte Problem war jedoch, dass die Fertigungsmethoden für die beweglichen Dampfleitungen zu dieser Zeit noch nicht ausgereift genug waren, um dauerhaft dicht zu bleiben. Auch die Menge an trockenem Dampf, die aus dem Kessel entnommen werden konnte, soll nicht ausreichend gewesen sein. Sie belegte schließlich den dritten Platz im Wettbewerb und wurde nicht lange genutzt.

Technische Daten

Allgemein

Baujahre
1851
Hersteller
Cockerill
Achsformel
B'B' n4t
Spurweite
1.435 mm (Normalspur)

Abmessungen und Gewichte

Radstand
8,18 m
Dienstmasse
56 t
Reibungsmasse
56 t
Feste Radstände
2,12 m
Achslast
14 t

Kessel

Rostfläche
2,2 m²
Verdampfungsheizfläche
188 m²
Gesamtheizfläche
188,0 m²

Triebwerk

Raddurchmesser
1.079 mm
Kesseldruck
7,2 bar
Bauart
einfache Dampfdehnung
Zylinder
vier, 422 x 712 mm

Leistung

Energiequelle
Dampf
Geschätzte Leistung
250 kW (340 PS)
Zugkraft
143,8 kN

Berechnete Werte

Adhäsionskoeffizient
1 : 3,82
Optimale Geschwindigkeit
11 km/h
Leistungsgewicht
4,5 kW/t
Reibungsmasse/Gesamt
1 : 1,00
Zugkraft/Heizfläche
1 : 15,98
Rostfläche/Heizfläche
1 : 85,45
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