Dampfloks aus Europa (Festland)
ToDo: Überarbeiten, erweitern, kürzen
Schon früh kam man zu der Erkenntnis, dass die effizienteste Fortbewegung an Land auf extra verlegten Schienen möglich ist. Schon seit dem Sechzehnten Jahrhundert gab es in Bergwerken sogenannte Hunte, welche in der Regel auf Holzbrettern rollten und mittels eines Spurnagels zwischen diesen Brettern geführt wurden.
Basierend auf dieser Idee baute man ab Ende des achtzehnten Jahrhunderts Wege aus zwei dünnen Holzschienen, auf denen sich die Fahrzeuge mittels Spurkränzen an den Rädern hielten. Häufig entstanden solche Bahnen, um das Material vom Bergwerk zum Flussufer oder zur nahen Verhüttung zu bringen.
Auf Schienen konnten die Pferde eine erheblich größere Last ziehen, als es auf den mehr oder weniger gut ausgebauten Straßen oder Wegen möglich war. Es entstanden mehr und mehr dieser Bahnen, die meist nur einige Kilometer lang waren. Nach und nach setzen sich mit Eisen beschlagene Holzschienen und schließlich Eisenschienen durch, welche sich bedeutend langsamer abnutzten. Auch das Material der Wagen wechselte in zunehmenden Maße von Holz zu Eisen oder Stahl.
Es wurden Versuche unternommen, bei denen die Wagen von stationären Dampfmaschinen auf Berge heraufgezogen wurden. Der Einsatz dieser Antriebe direkt auf den Wagen war anfangs auf Grund ihres hohen Gewichts und der niedrigen Wirkungsgrade noch nicht möglich, was sich jedoch mit dem Fortschritt der technischen Entwicklung änderte. Schon 1804 experimentierte der Brite Richard Trevithick mit einer Lokomotive, der aber kein Erfolg beschieden war.